Bezirksapostel Klingler in Görlitz

Am Karfreitag besuchte Bezirksapostel Klingler die Gemeinde Görlitz. In seiner Begleitung waren Apostel Bimberg und Bischof Starosta aus Polen. Eingeladen waren auch die Gemeinden Zittau, Taubenheim und Cunewalde. Der Bezirksapostel feierte im Gottesdienst das Heilige Abendmahl für Entschlafene und ordinierte zwei Priester für die Gemeinde Görlitz.

Am Karfreitag, dem 2. April 2010 besuchte Bezirksapostel Klingler die Gemeinde Görlitz. In seiner Begleitung waren Apostel Bimberg und Bischof Starosta aus Polen. Eingeladen waren auch die Gemeinden Zittau, Taubenheim und Cunewalde. Der Bezirksapostel feierte im Gottesdienst das Heilige Abendmahl für Entschlafene und ordinierte zwei Priester für die Gemeinde Görlitz.

Eine Lesung vor dem Gottesdienst aus Markus 15, 20-27 in Zusammenspiel mit einem Frauenchor-Vortrag "Horch die Stimme ew'ger Liebe" leiteten feierlich den Gottesdienst ein.Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort Lukas 23, 42.43:

"Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein."

Nachdem der Bezirksapostel das Karfreitagsgeschehen dargestellt hatte, hob er die Größe hervor, mit der Jesus gehandelt hatte. Er schaute auf seine Peiniger herab und bat seinen Vater: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!" - welch eine Einstellung! Wie ist es bei uns? Können wir unseren Peinigern vergeben?

Jesu Opfer ist mit keinem menschlichen Opfer vergleichbar, weil er schuldlos die Sünde anderer auf sich nahm und den Willen Gottes erfüllte. Jesus stand im Leid und durch sein Opfer wurden das ewige Leben und die Versöhnung mit Gott für uns Menschen möglich. Durchleben wir eine Leidenszeit in Gottesfurcht, bringt sie uns Gelassenheit und inneren Frieden: "Gott hat es für mich bestimmt und ich will dem Willen Gottes folgen, weil damit Segen für mich verbunden ist."

Dem Herrn zugewandt - so schilderte Bezirksapostel Klingler die Einstellung des einen Übeltäters, der auf Golgatha mit Jesus gekreuzigt wurde. Dieser zeigte Gottesfurcht, erkannte seine Sünden und sah zum Herrn auf. Der andere dagegen lästerte. Auch wir wollen gottesfürchtig sein und nicht mit Forderungen an Gott herantreten. Lasst uns Selbsterkenntnis haben: Vater ich habe gesündigt. Das ist Vorrausetzung, um Gnade zu empfangen. Die Hinwendung zu Gott lässt uns täglich zum gekreuzigten Jesus aufschauen, durch welchen wir Freiheit, Freude und Seligkeit erlangen. "Heute noch wirst Du mit mir im Paradiese sein." Ein Ort in der Nähe zu Gott, wo die Erlösten bis zum Tag des Herrn in Freiheit sein werden.

Die gute Nachbarschaft zu unseren polnischen Geschwistern stellte Bischof Starosta aus Polen in besonderer Weise seines Dienens dar. Alle streben wir nach einem Ziel und wollen dem Herrn nachfolgen. Karfreitag ist ein Gedenktag an das Leiden und Sterben Jesu Christi, an dem wir das Geschehene nicht nur nachempfinden, sondern den tiefen Frieden mitnehmen wollen, der durch das Opfer geschaffen wurde.

In diesem Gottesdienst ordinierte der Bezirksapostel zwei Priester für die Gemeinde Görlitz. Er sprach bei der Amtseinsetzung davon, dass Apostel und Amtsträger Überbringer von Botschaften Gottes sind. Von selbst können wir alle nichts vollbringen. Daher sind Demut und Gottesfurcht sehr wichtig. Aus seinem Erleben berichtete er: "Ob ich vor 5, 50, 500 oder 5000 Gotteskindern predige - die Angst vor so vielen Menschen zu sprechen nimmt mit der Zeit ab, aber die Gottesfurcht ist noch größer geworden." Das Reden kann man erlernen, aber das Verkünden von Gottes Wort nicht. Dazu braucht es die Gottesfurcht und die Gewissheit, dass Gott hilft!

Mit zahlreichen Musikbeiträgen wurde dieser Festgottesdienst feierlich gestaltet. Es wirkten die Sänger der Gemeinden Görlitz, Zittau, Taubenheim und Cunewalde mit. Mit dem Schlusschor "Würdig ist das Lamm" von G. F. Händel klang der Gottesdienst aus. Der Bezirksapostel freute sich am Schluss über die Harmonie zwischen Wort und Musik. Beides ergänzte sich gut, "es war eine runde Sache".So bleibt für alle Anwesenden dieser eigentlich inhaltlich traurige Tag ein Freudentag, an den sie noch lange zurückdenken werden.

A.F./M.u.D.L., Fotos: S.K.