Majestäten im Dialog

Gemeindemitglieder und Gäste erlebten ein Konzert, in dessen Verlauf nicht nur die große Orgel der Kirche zu hören war, es kam auch zum Dialog zwischen ihr und einem kleinen Orgelpositiv auf der Empore. Es musizierten die Organisten Uwe Karger aus der Gemeinde Leipzig-Mitte und Roland Martschei aus der Gemeinde Bautzen. Außerdem erklang ein Saxophon, gespielt von Kerstin Hamann, ebenfalls aus Bautzen.

Was Gott tut, das ist wohlgetan, so war zu Beginn des Orgelkonzertes in einer Choralbearbeitung mit Partiten zu hören. Treffender kann man wohl einen musikalischen Rückblick auf "150 Jahre Neuapostolische Kirche", in denen ja auch 150 Jahre Musik enthalten sind, nicht beginnen.
Mit überwiegend textgebundenen Werken, z. B. von J. Pachelbel, J. S. Bach und F. Mendelssohn Bartholdy wurde Gottes Wirken musikalisch beleuchtet.

Besonderer Höhepunkt im Programm war das Scherzo aus der 5. Orgelsonate in c-Moll von F. A. Guilmant. Ein Orgelwerk, welches trotz seiner "romantischen Breite" mit viel Schwung und frischem Klang auch ein Stück Lebensfreude vermittelt.
Ganz ruhige Töne waren zu hören, als Bachs "Air" aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur erklang, vierhändig gespielt im Dialog zweier Orgeln.
Dann spielte das Klavier zusammen mit dem Saxophon zunächst das bekannte Lied "Welch ein Freund ist unser Jesus". Im Verlauf nahmen die Instrumentalisten ihre Zuhörer dann in einer freien Improvisation zur Melodie des Liedes auf einen kleinen Ausflug in die Welt des Jazz mit. Wie schon bei dem "Air" von Bach, gab es auch hier spontan begeisterten Applaus der Zuhörer.

Am Schluss des Programms stand, ebenfalls wieder zu vier Händen an der Orgel und dem Orgelpositiv gespielt, das sehr bewegende Lied "Verleih uns Frieden" von F. Mendelssohn Bartholdy. Verbunden mit der Projektion eines von Glaubensbruder Rico Hentschel gemalten Bildes und einigen erläuternden Worten des Malers, die das Bild in Zusammenhang mit der Musik brachten, wurde der letzte Beitrag zum Abschlussgebet des Konzertes.

R. M./Fotos: B. W., J. K.